Zweisprachige Kita´s im Saarland - ein bilingual-bikultureller Ansatz
Sprache bedeutet Verständigung, Verständnis, Kommunikation. Sprache heißt Kontakt, Gemeinschaft, Gemeinsamkeit. Sprache öffnet den Weg ins Leben. Fremdsprachen öffnen den Weg in die Welt.
Aus diesem Grund will man im Saarland den Kindern im Vorschulalter die Gelegenheit geben, die Sprache und Kultur unseres Nachbarn Frankreich zu erleben und zu erlernen. Und was während diesen ersten Jahren wie selbstverständlich die täglichen Spiele und Erfahrungen prägt, öffnet die Türen zu neuen Möglichkeiten durch Kommunikationskompetenz und international geprägtes Persönlichkeitsprofil.
Angestrebte Ziele
Durch den täglichen Kontakt im Kindergarten mit der französischen Sprache während dieser für den Spracherwerb wichtigen Entwicklungsphase sollen die Kinder die Möglichkeit erhalten, die französische Sprache passiv und aktiv zu erwerben. Innerhalb der dreijährigen Kindergartenzeit sollen sie befähigt werden, alltägliche Situationen in französischer Sprache zu verstehen und Aufforderungen umzusetzen. Gemessen an ihrem deutschen Wortschatz sollen ihnen grundlegende Begriffe und Wortfelder in der französischen Sprache passiv und aktiv geläufig sein. Die Kinder sollen am Ende der Kindergartenzeit in der Lage sein, spontan in bestimmten Gesprächssituationen antworten bzw. Aussagen machen zu können.
Zweisprachige dt.-fr. Kindergärten - warum?
Weil die Fähigkeit Sprache zu lernen, in der frühen Kindheit besonders groß ist.
Weil das natürliche Erleben des zweisprachigen Alltags im Spiel und mit Gleichaltrigen eine unbeschwerte und altergerechte Lernsituation ermöglicht.
Weil das Kind durch die Nutzung seiner Möglichkeiten, Sprache zu erleben und zu lernen, seine allgemeinen intellektuellen Fähigkeiten schult und verbessert.
Weil die durchschnittlichen schulischen Leistungen der Kinder, die in einer natürlichen Zweisprachigkeit heranwachsen, häufig besser sind.
Weil durch das erweiterte sprachliche und kulturelle Spektrum die Persönlichkeitsentwicklung positiv beeinflusst wird.
Weil schon in der Kindheit positiv erlebte Plurikulturalität ohne Vorurteile und interkulturelle Erfahrungen Selbstverständlichkeit sein sollte.
Weil die elementaren Voraussetzungen geschaffen werden, den Bildungs- und Ausbildungsansprüchen von internationalem Standart gerecht zu werden.
Weil unsere Nachbarschaft zu Frankreich im Herzuen Europas eine ideale Voraussetzung ist, um Mehrsprachigkeit aktiv zu leben.
Weil ein lebendiges Europa nur möglich ist, wenn die Menschen miteinander kommunizieren können.
Weil die Beherrschung mehrerer Sprachen ein Element der Chancengleichheit und Partizipation am wirtschaftlichen Leben Europas darstellt.

